AWO zum bundesweiten Aktionstag der Migrationsdien



Berlin, den 29.06.2021. Morgen findet der bundesweite Aktionstag der Migrationsdienste Migrationsberatung für Erwachsenen (MBE) und die Jugendmigrationsdienste (JMD) statt. Zum Aktionstag betont der AWO Bundesverband die Bedeutung der Dienste auch in der Corona-Pandemie und fordert stabilere Rahmenbedingungen für ihre Arbeit. Dazu erklärt Brigitte Döcker, Mitglied des AWO Bundesvorstandes:

„Die Bundesprogramme JMD und MBE sind mit ihren vielfältigen Aufgaben und ihrer langjährigen Expertise ein wichtiger Bestandteil im Integrationskonzept des Bundes. Beide Programme unterstützen Erwachsene, Kinder und Jugendliche mit Migrationsbiografie und fördern ihre gesellschaftliche Teilhabe. Die Pandemie hat gezeigt, dass die JMD und MBE auch verlässliche Partner sind, wenn vor Ort vieles andere wegbricht – Bildungsangebote, Integrationskurse, Jobs, Praktika und Ausbildungsplätze, Lern- und Freizeitangebote. Mit ihrer Unterstützung konnten Kinder, Jugendliche und Erwachsene ihren Weg auch in schwierigen Zeiten gehen und ihr Leben nach eigenen Bedürfnissen gestalten.“

Am Aktionstag öffnen die Migrationsfachdienste ihre Türen für Bundestagsabgeordnete, politische Vertreter*innen und Netzwerkpartner*innen, um ihre praktische Arbeit, Wirkung und Erfolge und den Stellenwert der Bundesprogramme in den jeweiligen kommunalen Versorgungssystemen darzustellen. Döcker dazu: „Die Migrationsfachdienste sind bedeutende Akteure in den Kommunen – das ist ganz klar an den Ergebnissen der Arbeit vor Ort abzulesen und muss noch deutlicher anerkannt werden. Was unsere Migrationsfachdienste jetzt und zukünftig brauchen, sind solide Finanzierungsrahmen, um auch in Zukunft eine bedürfnisorientierte und individuelle Begleitung für alle Menschen in Deutschland sicherzustellen. Die Expertise dafür ist vor Ort vorhanden.“

Zu den aktuellen zentralen Herausforderungen der Bundesprogramme gehören laut Arbeiterwohlfahrt vor allem zwei Aspekte: Erstens die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Zielgruppe im Hinblick auf Bildung, Ausbildung und Beschäftigung zu identifizieren und die Beratungsangebote an die aktuellen Bedürfnisse und Bedarfe anzupassen. Zweitens Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Migrationsbiografie dabei zu unterstützen, an Digitalisierungsprozessen teilzuhaben und vorhandene Zugangsbarrieren zu benennen und abzusenken.

„Diese Herausforderungen werden weiterhin nur mit großem Engagement und besonderen Anstrengungen unserer Kolleg*innen, den Berater*innen, zu schultern sein. Die Rahmenbedingungen hierfür müssen immer wieder verhandelt, gesichert und gestärkt werden“, so Döcker abschließend.

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